Language

ESXi Server auf ASUS KCMA-D8

Die Zeit für einen neuen ESXi Server ist gekommen. Selbstgebaut, mit 12 Cores, 32GB RAM, aber für das kostenlose ESXi und trotzdem … preiswert.

Nachdem ich meinen „alten“ ESXi-Server, der mir gute Dienste leistete, in den Keller (quasi mein RZ) verfrachtet hatte, versuchte ich, noch etwas Speicher „herauszukitzeln“, indem ich eine einfache Grafik-Karte mit Analog-Ausgang einstöpselte, da die interne Grafik den internen Speicher nutzt und außerdem nur einen Digital-Ausgang hat. Für etwaige Zwecke wollte ich im keller aber nur ein altes Analog-TFT hinstellen. Naja, jedenfalls habe ich dann irgendwie wohl das TFT etwas ungeschickt auf dem (Desktop-) Gehäuse stehen lassen und irgendwas ist dann wohl zu heiß geworden. Also mußte eine (Teil-) Renovierung her. Ich habe viel recherchiert, um herauszufinden, was am sinnvollsten für meine (privaten) Zwecke ist. Am Ende hat sich dann folgender Plan manifestiert:

Mainboard: ASUS KCMA-D8

ASUS KCMA-D8
Mainboard ASUS KCMA-D8

Das Board kann 2 Opteron-Prozessoren (4 oder 6 Core) im neuen C32-Sockel aufnehmen

C32-Sockel
C32-Sockel für den OPTERON

und bis zu 128GB RDIMM RAM oder 32GB DIMM. 6 Core pro Prozessor  ist das Maximum für die kosten ESXi-Lizenz. Die Prozessoren wollen gut gekühlt sein. Hier bringe ich NOCTUA NH-U9DO A3 CPU-Kühler für C32- und C34-Sockel zum Einsatz. Hier der NOCTUA:

CPU-Kühler 

 NOCTUA NH-U9DO A3

Und hier montiert auf dem Prozessor aber ohne aufgesteckten Lüfter:

OPTERON with cooling but without fan
OPTERON with cooling but without fan

Und hier sind beide mit aufgesetztem Kühler:

Mainboard with both OPTERONS
Mainboard with both OPTERONS

 

Netzwerk (2 Stück) und SATA-Controller (6 Stück) machten nach Recherche einen kompatiblen Eindruck. Es handelt sich um ein Server-Board, d.h. die Onboard-Grafik ist auf das Nötigste beschränkt. Genau richtig für einen ESXi.

 

 

Um es kurz zu machen.

AEG: Aufbauen. Einschalten Geht.

Doch der Reihe nach. Ich habe nicht RAMs aus der Kompatibilitätsliste genommen, sondern einfach ADATA 4GB 1333 Premier Riegel. Erst ein paar zum Ausprobieren …

… das dann auch mit der ESXi-Software getestet …

… und weil das alles schon mal ganz positiv aussah, dann den Rest bestückt. Das BIOS prüft selständig den eingebauten Speicher und sagt „ok“. Und auch die ESXi-Installation von CD auf einen USB-Stick macht keine Probleme:

Die Installation auf dem KCMA-D8 ist problemlos.
Keine Probleme bei der Installation

Ach ja, der USB-Stick. Geniales Detail des Mainboards: Auf der Platine sitzt ein USB-Anschluß, in den man einen Stick stecken kann. So stört er nicht und kann durch Boot von anderen USB-Geräten doch umgangen werden, denn es ist USB7.

USB7 - auf dem Mainbord.
Geniales Detail: Der USB-Port 7 sitzt auf dem mainboard.

 

Das (Serverboard) verfügt über einen kleinen Steckplatz für eine Management-Platine von ASUS. Das ist wirklich genial. Für ca. 50 Euro bekommt man eine komplette Remote-Anbindung mit Anzeige aller Systemdaten (Serverhealth wie CPU-Temperatur, Spannungen, etc.) und kann den Server darüber sogar ferngesteuert an- und ausschalten!

Management Board ASMB4-iKVM
Noch ein geniales Detail: Das Management-Board enabled LAN3

Das Board enabled (nach einem BIOS-Update, wobei wohl eine BIOS-Ergänzung eingespielt wird) den dritten LAN-Port. Darauf läuft eine Mini-Weboberfläche (auch wenn das System nur im Standby ist) auf dem man alle wichtigen Daten des Boards (Spannungen und Temperaturen) sehen kann.

Die Management-Konsole des ASUS ASMB4
Die Management-Konsole

Es lassen sich Grenzwerte definieren, die beim Überschreiten einen SNMP trap erzeugen oder eine eMail versenden.

Dieser Beitrag wird noch nach und nach ergänzt. Ich werde noch weitere Details und Fotos hinzufügen.

4 Kommentare to “ESXi Server auf ASUS KCMA-D8”

Kommentieren