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Warum?

Warum ein Blog? Und was ist das für ein Blog?

Gehört ein Blog inzwischen zum guten Ton? Vielleicht. Aber die organisation von Daten und Wissen wird eh‘ immer schwieriger. Gestern war der Inhalt auf einer bestimmten Website noch da, heute ist er weg … Pech gehabt. Vor ca. 9 Jahren warf ein geschätzter Kollege, Thomas Huber, mal in einem ThinkTank der BBDO-Gruppe zum Thema Archive die Frage auf, ob wir denn überhaupt noch etwas archivieren müßten. Er hatte z.B. einige Fakten aus seiner Zeit mit Daimler-Chrysler gesucht und schwuppdiwupp im Internet bei Daimler-Chrysler gefunden. Heute wissen wir natürlich, daß die Unternehmen kaum ein Interesse daran haben, das Gedächtnis der Internet-Generation zu sein. Am Ende zählt nur der schnöde Mommon. Darum tut man gut daran, selber für Archivierung zu sorgen. Wie früher. Seite in den Kopierer und dann im Aktenordner in den Schrank.

Heute ist das etwas einfacher. Meistens. Aber wie lange hält eine Festplatte? Wie viele DVD’s oder BluRays braucht man, um eine Festplatte (heute 2 TB) zu sichern. Oder Online-Speicher? Aber auch da gilt. Fast sicher. Wenn der Link nocht funktioniert, dann:  Wolkenbruch bei Amazon: Datenverlust in der Cloud.

Tja, dann mal lieber hier ein bisschen bloggen. Das hilft die Gedanken zu sortieren und hilft vielleicht auch anderen manchmal mit ähnlicher Fragestellung weiter.

Dieser Blog ist zwar privat, beschäftigt sich aber eher mit den Themen, mit denen ich mich in meinem Hobby bzw im Beruf beschäftige. Private Sachen packe ich in meinen privaten Blog.

upgedatet am 12.06.2011

Wolkenbruch bei Amazon: Datenverlust in der CloudW

1 Kommentar to “Warum?”

  • andreasw:

    Ich glaube, es ist einfach der Lauf der Zeit. Die Kommunikation der Menschen ändert sich halt. So wie sich die Umwelt ändert. Und damit meine ich auch die Technologie, die uns umgibt.
    Früher … also viel früher … hat man den (wenigen) Bekannten (oder waren es nicht vielleicht nur Verwandte) alle paar Monate oder einma im jahr einen Besuch abgestattet. Und dazwischen geschrieben. Die Kommunikation war halt sehr träge. Andererseits hat man sich auf die Inhalte beschränkt, die wirklich relevant waren. Dann kam die eMail auf und es war einfacher in Kontakt zu bleiben. Aber, weil der email i.d.R. Kontakt schneller „getaktet ist“, ist er oberflächlich. An einem Brief hat man früher … viel früher … mehrere tage oder Abende gesessen, weil man sich genau übelegt hat, was man kommunizieren will, was der andere für interessant hält, usw. Dieser Filter ist heute weggefallen. Kommunikation findet als „Push“ statt und die Empfänger müssen sich aussuchen, was interessant ist. Da die Empfänger aber mit mehreren bis vielen so kommunizieren, entsteht so eine Infermationsmenge, die erst einmal bewältigt werden will. Zukünftig wird uns sicherlich die technik dabei helfen (müssen), wieder das herauszufiltern, was wirklich interessant für uns. Oder wir lernen wieder, das die Nähe von „Freunden“ wichtig sind. Kann es richtig sein, dass man 150 „Freunde“ hat? ist jeder Mitschüler automatisch ein „Freund“ß oder tausend „Freunde“? Da sind die Anführungszeichen schon mehr als angebracht. Ist jeder Kollege am Arbeitsplatz automatisch ein Freund? oder ist es nicht nur einfach der Hype momentan. Ich denke schon. Die Verwässerung des Begriffes Freund ist definitiv da und wir werden neue Wege finden müssen, um damit umzugehen. Sicher ist Freund nicht gleich Freund und wir müssen uns da neu mit der Definition von Kategorien von Freunden befassen. Etwas, was Facebook und andere bereits getan haben, vielleicht paßt das ja.
    Zurück zum Anfang, ja es ist verallgemeinbar, aber nur für einen teil der Gesellschaft. Ich kann mir meinen Vater nicht als Blogger vorstellen. Es ist ein Generationen Thema. Für meine Tochter finden Briefe nicht statt und eMail wird auch kaum genutzt. Fast alles ist Realtime-Kommunikation (chat) oder soziales Netzwerk. Und das, was man in ein soziales Netzwerk hineinschreibt, ist ja ein bisschen wie ein Brief. Nur man geht nicht mehr von einem Empfänger und vielen Themen oder Inhaltsbausteinen aus … sondern hat einen Inhaltsbaustein für viele (oder eine bestimmte Gruppe) von Empfängern …
    Ein Blog dagegen ist nur wie eine Schrifttafel. ich schreibe etwas, wovon ich glaube, dass es vielleicht jemanden interessiert (vielleicht, weil ich nach dem Inhalt lange gesucht habe oder ihn mir selber erarbeiten musste).

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